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VIGLis Wanderbühne ist eine Off-Off-Theatergruppe in Bochum. Zu unserem Programm gehören Lesungen mit und ohne Musik ebenso wie ca. einstündige Theaterstücke.
 
Basis meiner Theaterarbeit sind keine klassischen Stoffe sondern einzelne Themen, wie z.B. Außenseiter, Heimat oder Identität, die ich zeitgleich auch in meinen Gedichten, Kurzgeschichten und Romanen aufgreife. Meine Texte fließen in vielfacher Form in das entstehende Drehbuch ein.

Im jeweiligen Theaterprojekt beginnen wir sehr frei und assoziativ. Anhand von Improvisationen und kleinen Übungen werden Ideen gesammelt. Das Ausgangsthema kann sich dabei auch noch verändern. Die Spieler drücken sich, je nach persönlicher Vorliebe, mittels Instrument, Tanz, Pantomime oder Sprechrollen aus.

Die Treffen finden in unregelmäßigen Zeitabständen statt, manchmal abends, meist am Wochenende, manchmal monatlich, manchmal wöchentlich. Die Gruppenzusammensetzung wechselt durchaus immer wieder, vor allem am Anfang jeden Projekts. Gäste, die nur einmal mitspielen wollen, sind in dieser Phase willkommen. Ob Profi oder Amateur ist nicht entscheidend, wichtig ist die Lust sich auszuprobieren und Neugier. Auch unsere Proberäume wechseln vom heimischen Wohnzimmer zur Turnhalle oder der Schauspielschule. Wir sind schon in dieser Phase eine Wanderbühne, weil ich glaube, dass jeder Raum neue Inspiration bringt.

Nach einer „Jäger- und Sammlerphase“ von ca. einem halben Jahr sichte ich den Stoff. Wenn sich genug Material gefunden hat (was in der Regel der Fall ist), müssen sich fünf bis 15 Freiwillige finden, die das Stück ausarbeiten wollen. Improvisation ist der Weg, aber nicht das Ziel unserer Aufführung.

Im Regelfall nach ein- bis eineinhalb Jahren wird das Stück ein- oder mehrmals, vorzugsweise in Krankenhäusern aufgeführt. Wir wandern zu den Orten, wo Menschen sind und verwandeln Waschsalons, Leuchttürme oder Sporthallen in Bühnen.

Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei, setzt aber vor allem im zweiten Teil hohe Zuverlässigkeit und ein Engagement auch außerhalb der regulären Proben voraus. Im Gegensatz zu anderen Theatergruppen gibt es keinen wöchentlichen Kurs und nur begrenzte Anleitung. Ich verstehe mich eher als Moderatorin, die kreativen Menschen Raum und Zeit verschafft, um ein künstlerisches Werk zu schaffen. Meine Übungen zielen auf authentisches Spiel, Achtsamkeit und ganzheitliche Körperwahrnehmung.
 
Es gibt keine Altersvorgaben für die Spieler, bisher waren die Teilnehmer zwischen 11 und 70 Jahren alt.

Meine Theaterausbildung beruht auf mehreren Jahren Improvisationstheater bei Paul Hänel (Düsseldorf), Stimmausbildung bei Susanne Ruppel (Bochum), regelmäßigen Weiterbildungen z.B. beim Körpertheater von Roland Dingfeld und Gandalf Lipinski (Köln), beim TuT (Schule für Tanz und Theater ind Hannover), u.a..

Wesentlich lerne ich aber vor allem seit zehn Jahren von den kreativen Menschen, die mich in den bisherigen 13 Theaterprojekten seit 2004 begleitet haben.
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