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VIGLis Stade-Blog

VIGLi schreibt in Stade: 2016 wurde ich mit einem Stipendium der Stiftung für Kultur und Geschichte in Stade ausgezeichnet ("Stader Uul"). Der Stipendiat erhält 3000 Euro und drei Monate lang freies Wohnrecht im historischen Pförtnerhaus an der Bremervörder Straße. Der Künstler soll durch diese Zuwendung frei von äußeren Zwängen, seiner künstlerischen Tätigkeit nachgehen können, er muss nicht über die Stadt schreiben. Ich habe aber in diesem Web-Tagebuch einige meiner Beobachtungen und Erlebnissen in der Hansestadt am Elbstrom festgehalten.

31. August 2016. Die Stader Stiftung für Kultur und Geschichte kümmert sich nicht nur darum, dass alljährlich ein Künstler dank des Stipendiums drei Monate in Stade arbeiten darf, sondern auch um diverse Denkmäler. P1050111klSo auch um den Stader Hafenkran im Stadthafen von 1927, der nach aufwändiger Restaurierung dort als Denkmal erhalten ist und zu besonderen Anlässen auch besichtigt und bestiegen werden kann. P1050086kl

Schon in der Museumsnacht hatte ich dort ein interessantes Gespräch mit dem Kranführer, der als Spezialist für Kranbau die Restaurierung angeleitet hatte. Da durfte ich wegen des schlechten Wetters aber nicht bis zur obersten Spitze steigen.

Heute war es nun endlich soweit, dass ich über die schmalen Stufen bis zur Aussichtsplattform steigen durfte.

Ein phantastischer Rundbllick war das heute bei diesem strahlenden Wetter. Vor allem mag ich es, Hausdächer von oben zu sehen. Wenn ich Kranbesitzer wäre, würde ich sicher jeden Tag einmal nach oben steigen, um den Überblick über die Welt zu genießen.

26. August 2016 Heute ist Museumsnacht in Otterndorf! Allenthalben haben die Museen geöffnet und bieten ein Programm. Da gibt es in Otterndorf so einiges. Von Kranichhaus bis Vosshaus, von Puppenstubenmuseum bis Bibliothel. Ich bin eingeladen im Vosshaus zu lesen (18 Uhr, 30 Minuten) und werde nebst ein paar Gedichten, eine Geschichte aus "Nebenan" vorstellen, die im Watt spielt.Ott Brunnen

Danach gibt es im Vosshaus Gitarrenmusik und ich werde mir sicher auch noch andere kulturelle Leckerbissen ansehen oder anhören. Nebenher trifft man allenthalben nette Menschen und kann sich bestimmt auch hier und da kulinarische verwöhnen lassen.

Dazu gibt es ein Traumwetter. Da kann man sicher auch auf dem Kirchplatz sitzen, den tollen Brunnen mit seinen Farbwechseln beobachten und ein Eis schlecken.

Also, wer noch ein Ausflugsziel sucht, kann sich einfach in den Metronom setzen und von Stade nach Otterndorf tuckern.

30. August 2016. Heute hatte ich einen Termin auf dem Gericht. Nicht, weil ich ein Verbrechen begangen habe, sondern weil der Präsident Carl Fritz Fitting so nett war, mich durch die ehrwürdigen Hallen zu führen. Für eine Schriftstellerin ist ein Gericht natürlich immer ein Ort der Inspiration, zumal ich zur Zeit mit Vergnügen zwei Krimis lesen ("Eleonore ordnet ihr Leben" von Monika Heil und "Trittbrettmörder" von Arne Dessaul). P1050022kl

Als ich zur Pforte ging, um nach dem Raum des Präsidenten zu fragen, sagte die Empfangsdame gleich: "Haben sie eine Vorladung?" und ich bekam einen Vorgeschmack, wie man sich denn wohl als kleiner Sünder fühlt, wenn man da ein Papier durch die Glasscheibe schieben muss.

Stattdessen antwortete ich nun: "Nein, ich habe eine Verarbredung mit Herrn Fitting." Daraufhin sortierte die Empfangsdame nervös einige Papiere und fragte: "Weiß er das?"

Als ich ihr sagte, dass ich die Stader Uul sei, schenkte sie mir Glauben und wies mir den Weg in die zweite Etage. P1050025kl

Das Gebäude am Wilhadikirchhof war  1905 ein Neubau und verströmt auch heute noch den beeindruckenden Charme vergangener Jahrhunderte. Antike Türen und Geländer fügen sich um den neuen Fahrstuhl und den modernen Warteraum.

Im Empfangsbereich hängt eine antike Kreidetafel, auf der vormals die Verhandlungen eingetragen wurden. Heute ersetzt ein Bildschirm längst diese Aufgabe, dort flimmern die Nummern der Sitzungssäle neben den Verhandlungsterminen.

Drinnen herrscht absolutes Fotografierverbot, damit niemand fürchten muss, versehentlich auf einem Smartphone abgelichtet zu werden, wenn er sich gerade vor dem Gericht verantworten muss. 

Zurzeit hat das Gericht 77 Mitarbeiter, Dienstagmittag ist außerdem reger Publikumsverkehr, so dass die ehrwürdeigen Hallen sehr lebendig wirkten. Herr Fitting nahms sich Zeit, mit mir einen Rundgang durch das verwinkelte Gebäude zu machen, von der Bibliothek bis zu den ehemaligen Gefängnisräumen, die heute als Archiv dienen.

Ein weiterer Anlass, das Gericht zu besichtigen, war für mich die Tatsache, dass ich aus einer Juristenfamilie stamme und mein Onkel als junger Mann in Stade und Otterndorf gearbeitet hat. Aus seinen Erzählungen von dieser Zeit vor über 50 Jahren habe ich Stade erstmals kennengelernt, Wie sich herausstellt hat Herr Fitting meinen Onkel sogar noch am Landgericht Hannover kennengelernt, wo er bis zu seiner Pensionierung als Richter tätig war. Heute ist mein Onkel 85 Jahre und wird sich sicher freuen, wenn ich ihm von meinen Eindrücken berichte.

25. August 2016. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst, kann ich nur sagen: Meine Lesung gestern im Bunker am Steintorwall in Hamburg hat mich selber mehr aufgewühlt, als ich vorher gedacht hätte. P1040839kl

Es ist schon ein unglaubliches Gefühl, eine Geschichte über einen Bunker und einen Keller in diesem Ambiente zu lesen!

Als meine Texte entstanden, hatte ich noch keine Ahnung, dass es Bunker mit Kulturveranstaltungen gibt. Hinter "Hamburgs Unterwelten" steht ein gut organisierter, kleiner Verein, der sich darum bemüht Bunker als Kulturgut zu erhalten und zu nutzen. Vor meiner Lesung wurden wir eine halbe Stunde durch die Katakomben geführt und bekamen zu sehen und auch zu spüren, wie so ein Bunkerleben aussehen würde.

Das sollte sich wirklich jeder einmal ansehen - es gibt dort auch Führungen ohne Lesungen.

Während meiner Lesung lauschten dann alle ganz gebannt. Zum Glück hatte ich für den Abschluss noch einige helle Texte eingepackt, so dass die Zuhörer nicht nur mit gruseligen Gedanken nach Hause gingen.

Was für ein Unterschied aus den gleichmäßig temperierten, kühlen Kellergewölben wieder hinauf in den sonnigen Tag und das pralle Hamburger Leben zu steigen.

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28.  August 2016. Liebe Leser, ihr seid herzlich herzlich herzlich eingeladen, am 3. September um 11 Uhr zum Rathausbrunnen in Stade zu kommen und meine Abschiedslesung mitzuerleben. Die Literatur versteckt sich nicht im stillen Stübchen, sondern ich wandere lesend entlang der Buchhandlung Contor zur Hökerstraße, weiter zur Schmiedestraße und zur Buchhandlung Schaumburg.VIGLi Tuer

Es gibt in der Region zahlreiche kreative Menschen, die tolle Dinge machen. Die Stader Uul ist da ein kleiner, wichtiger Baustein in dieser Kulturszene. Genauso möchte ich meine Abschiedslesung gestalten: als bunten Mosaikstein in einem größeren Netzwerk - und unter Beteiligung einiger dieser kreativen Wesen, die ich kennen lernen durfte. Lasst Euch überraschen!

Unter Beteiligung von: Wolfgang Ahrens, Petra Bullwinkel, Eike Hinrichsen, Lasse Jantsch, Svenja Kappelmann, Stine Walde, Beschka und Linnea Willeke, Saray Sahin u.a.

Bis zum 10. September bin ich dann noch in Stade, ehe ich die Koffer packe und wieder nach Bochum reise.

(Foto Susanna A. Brunckhorst)

23. August 2016 Auf nach Hamburg!  Am Mittwoch (24.8.16) Abend um 18: 30 Uhr lese ich in Hamburg am Steintorwall in ganz besonderer Location: In einem Bunker! Wer dabei sein will, sende am Besten schnell eine Mail an

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder nutze das Anmeldeformular

http://www.hamburgerunterwelten.de/Lesung-Liebers.html

um sich noch einen Platz zu ergattern. Montag Mittag waren zumindest noch zehn Plötze verfügbar. Vor der Lesung gibt es eine kuzre Führung durch den Bunker.

Treffpunkt ist der Niedergang zum Tiefbunker Steintorwall direkt am Hauptbahnhof. Wenn Sie die Bahnhofshalle durch den Ausgang Steintorwall verlassen haben, wenden Sie sich nach links und gehen nach etwa dreißig Metern an der Bahnhofsmission vorbei, nach weiteren etwa dreißig Metern liegt der Niedergang auf der linken Seite direkt an der Außenwand des Bahnhofs (etwa gegenüber Karstadt Sport).

Warum Lesung  in einem Bunker? Weil ich in meinem Buch "Nebenan" einen Text zum Thema Bomben und Bunker habe, darauf wurde der Verein "Hamburger Unterwelten" aufmerksam und lud mich also ein.nebenanTitel 300dpi

Da es am Mittwoch 30 Grad warm werden soll, ist der Bunker die ideale Möglichkeit, sich ein wenig abzukühlen, denn dort herrschen gleichmäßig kühle Temperaturen. Ich bin sehr gespannt, zumal es tatsächlich mein erster Ausflug nach Hamburg von Stade aus ist. Ursprünglich dachte ich, dass ich während meiner Stipendiatszeit öfter in der großen Hansestadt vorbei schaue. Aber im Umfeld von Stade gab es bereits so viel zu entdecken, dass ich noch keine Gelegenheit dazu hatte.

27. August 2016. Zehn Jahre nach meiner Stadtschreiberzeit in Otterndorf war ich nun wieder in Otterndorf zu Besuch. Anlässlich der Museumsnacht gestaltete ich eine halbe Stunde im Voß-Literaturhaus. Anschließend gab es dort noch Gitarrenmusik zu genießen.

Johann Heinrich Voß war ein deutscher Dichter und bedeutender Übersetzer griechischer und römischer Klassiker. 1778 bis 1782 leitete er die Lateinschule in Otterndorf, die ihm nun in dem kleinen Museum ein dauerndes Andenken bewahrt. Ebenfalls in dem Gebäude ist die gut sortierte Altstadtbuchhandlung.P1040895kl

Vor dem Hintergrund einer Ausstellung des Osterbrucher Malers Horst de Marées, der sich mit dem Thema Harmonie von Mensch und Natur beschäftigte und nach Begrüßung durch Dr. Kerstin Gräfin von Schwerin, fühlte ich mich in dem sonnendurchfluteten Lesungssaal sehr froh.

In Gedenken an Rolf Ackermann, an dessen Stelle ich nun die Lesung abhielt, sprach ich ein Afrika-Gedicht. Weitere Gedichte zur Küste und eine Kurzgeschichte über einen Mord aus dem Buch "Nebenan" (SalonLiteraturVerlag) folgten. Einmal mehr erlebte ich sehr intensiv, dass Texte im entsprechenden Umfeld ganz besodner zur Wirkung kommen. Jedenfalls hätte man in dem gut besuchten Raum eine Stecknadel fallen hören können, als ich von dem folgenschweren Ereignis im Watt erzählte.P1040920

Mit einer Rose und viel Applaus wurde ich dann in die weitere Museumsnacht entlassen.

Dort schlenderte ich über den Kirchplatz, schleckte mein geliebtes Schaumeis, besichtigte das Rathaus, in dem ich damals mein Vorstellungsgespräch hatte und stattete einmal mehr dem sehr sehenswerten Puppenstubenmuseum sowie der Bibliothek einen Besuch ab. P1040911kl

Toll war, dass ich im Verlauf des Abends immer wieder Zuhörer der Lesung traf, die dann spontan auf mich zukamen, um sich für den schönen Vortrag zu bedanken. Vor allem mit den Gedichten hatte ich offensichtlich alle sehr berührt. Da Lyrik von vielen Menshen kritisch gesehen wird, freut mich das immer besonders. Alle sagten unisono, dass ich durch meine Darbietung für das Textverständnis einen ganz neuen Zugang eröffnet hätte. So soll es sein! Trotzdem hoffe ich natürlich, dass alle auch eigenständig in meinen Büchern weiter lesen.

22. August 2016. Um die Region rings um Stade zu erfassen, ist meines Erachtens das Fahrrad das beste Transportmittel. Natürlich, es gibt hier mitunter Wind, der einen fast vom Sattel bläst, es regnet nicht gerade selten - aber dann sind da auch die Tage mit blauem Himmel und einer leichten Brise an denen es sich wunderbar genießen lässt, dass hier alles flach ist, sehr flach. P1040597klWenn ich im Ruhrgebiet aufs Rad steige, sehe ich mir vorher das Höhenprofil an, hier in Stade prüfe ich nur die Windrichtung. Der letzte Freitag war so ein idealer Tag und da mir mein Tourenrad zum Glück nicht gestohlen wurde (mein Rennrad wurde aus der Garage gestohlen, ich berichtete) machte ich mich auf zu einer Tour in die weitere Region.

Zunächst ging es am Deich entlang Richtung Drochtersen/Krautsand (auch ein absoluter Ausflugstipp!) und dann weiter nach Wischhafen zur Elbefähre.

Während die Autos dort in langen Schlangen warteten, können die Fahrradfahrer immer sofort mitfahren. P1040626klDie Fähre pendelt ungefähr im 30-Minuten-Takt nach Glückstadt. Von dort aus stehen jedem Radler zahlreiche Möglichkeiten offen. Für mich ging es weiter in die Region Dithmarschen und dort tatsächlich zu einer Erhebung, denn der Ort Burg liegt auf einem kleinen Berg. Oben gibt es einen Aussichtsturm, der aber so eingewachsen ist, dass die Aussicht mäßig bleibt. Im weiteren Verlauf der Radtour querte ich den Nord-Ostseekanal (wieder Fähre, die sogar kostenfrei ist) und erreichte den tiefsten Punkt Deutschlands in der Wilstermarsch - wobei sich im Internet dazu widersprüchliche Angaben finden, ob der wahre Tiefpunkt vielleicht woanders liegt. P1040586klAber 3,54 Meter unter NN ist schon enorm! Dann pedalierte ich an endlosen Kohlfeldern entlang bis zu "Fritze an der Spitze", einer lustigen Krabben-Statue, die in Frieidrichskoog das äußerste Ende markiert, ehe man über den Deich steigt. Die Sonne schien, das Eis schmeckte und am liebsten hätte ich es den anderen Toursiten gleich getan und in der Nordsee gebadet, aber es warteten noch einige Kilometer auf mich.

2016 08 19 14.24.10klAm Deich entlang führte mich die Tour dann bis Brunsbüttel, wo es wieder eine ausführliche Fährfahrt bis nach Cuxhaven gab. Nach Zwischenübernachtung in Otterndorf, führte die Radeltour dann via historischem Ostedeich und Schwebefähre wieder zurück nach Stade (Gesamtlänge 215 km).

Es ist unglaublich spannend, wie verschieden der Charakter der Landschaften ist, obwohl alles flach ist und Wind und Wasser überall eine Rolle spielen. Von kleinen kauzigen Katen im Schutz des Ostedeichs bis zu weitläufigen Wattwegen in Friedrichskoog, ist einee große Vielfalt zu entdecken. In jedem Fall aber sehr viel Weite und ein großer Himmel! Absolut lohnenswerter Ausflug!

26. August 2016. Für alle, die mitgesucht und mitgelitten haben, eine tolle Nachricht: Mein Rennrad wurde tatsächlich wieder gefunden! Ein achtsamer Polizist bemerkte im Gebüsch im Hammah ein nicht abgeschlossenes Fahrrad und kombinierte schnell, dass ein Rennradbesitzer sein Gefährt niemals auf diese Weise abstellen würde. Willi wiederda

Und da Willier Montegrappe in Deutschland eher eine seltene Marke ist, konnte er den Flitzer sehr schnell meiner Anzeige zuordnen.

Ich kann kaum sagen, wie verblüfft und erfreut ich war, als die Polizei bei mir durchklingelte und mir mitteilte, dass mein Renner wieder da wäre!

Ich bin dann postwendend nach Hammah gelaufen und mit Rad an der Hand zurück, denn das Hinterrad war platt. Möglicherweise ein Glücksfall, weil der Dieb damit nicht weiterfahren konnte. Außerdem hat er den Tacho mitgenommen, aber sogar meine schöne Oberrohrtasche hat er mir gelassen. Nur die alten Startnummern hat er abgeknibbelt, so eine mühsame Arbeit. Da kann ich dann am Sonntag gleich eine neue Startnummer aufkleben, wenn ich beim Otterndorfer Volkstriathlon starte!

20. August 2016. Alljährlich gibt es in der Cuxhavener Grimmershörnbucht ein schönes Ritual: Ein selbstgebauter Papp-Hai wird zu Wasser gelassen. Begleitet wird er von gut gelaunten, bunten Menschen, die Spaß am Sport haben, aber weder Medaillen noch Urkunden dafür brauchen. Gerne gesehen werden Schwimmer, die sich mit bunten Kopfbedeckungen schmücken oder Haie durch die Bucht ziehen. VIGLiundHai

Zu schwimmen sind knapp zwei Kilometer entlang der Bucht, eskortiert von einem Rettungsboot der DLRG. Die Anmeldegebühr von 2,50 Euro geht auch direkt und ohne Abzug als Spende an die DLRG. Seit 16 Jahren existiert dieses von Heiko Jöllenbeck ins Leben gerufene Ereignis bereits und gilt als jährlicher Treffpunkt für sportliche Menschen mit Humor.

Ich habe dieses Mal einen ziemlich großen Plastik-Hai durch die Bucht gezogen. Dabei fand ich es gar nicht so einfach die Orientierung zu behalten. Kaum zu glauben, wie winzig klein so eine orangene Boje auf 2 km Entfernung aussieht! Die Bedingungen zum Schwimmen waren aber insgesamt optimal, es war ziemlich windstill und zumindest im Neo ließ sich die Wassertemperatur gut ertragen. Das salzige Wasser mit seinen Wellen ist aber schon eine besondere Herausforderung. P8200062klAm Ende der Strecke gibt es dann für die Freunde der Promille einen kleinen Drink. Für die anderen gibt es Gummibärchen in Fischform oder Lakritze. Wer die Bucht erfolgreich durchschwommen hat, wandert die zwei Kilometer dann wieder zurück und macht sich in der Bucht noch einen schönen Tag, vielfach treffen sich die Schwimmer noch auf einen Kaffee oder eine Pommes. Mir hat das einmal mehr sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich noch oft die Gelegenheit haben werde, mit den Haien durch die Bucht zu paddeln. Extra für dieses Ereignis baut Heiko Jöllenbeck mit Unterstützung vieler Hände alljährlich diesen Hai aus Pappe, der dann im Herbst verbrannt wird. Ein tolles Ritual, das so richtig zum Leben an der Küste passt und einem den Rhythmus der Gezeiten nahebringt.