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VIGLis Stade-Blog

VIGLi schreibt in Stade: 2016 wurde ich mit einem Stipendium der Stiftung für Kultur und Geschichte in Stade ausgezeichnet ("Stader Uul"). Der Stipendiat erhält 3000 Euro und drei Monate lang freies Wohnrecht im historischen Pförtnerhaus an der Bremervörder Straße. Der Künstler soll durch diese Zuwendung frei von äußeren Zwängen, seiner künstlerischen Tätigkeit nachgehen können, er muss nicht über die Stadt schreiben. Ich habe aber in diesem Web-Tagebuch einige meiner Beobachtungen und Erlebnissen in der Hansestadt am Elbstrom festgehalten.

10. Juli 2016 In Stade ist immer etwas los und ständig habe ich die Qual der Wahl, wofür ich meine Schreibtischarbeit unterbreche.

Am Freitag war "lange Nacht" und da wollte ich unbedingt dabei sein. Toll, was die Stader da alles auf die Beine gestellt haben! Von Stadtführungen über Kostümverleih bis zur Kranbesteigung war einiges möglich. Leider war das Wetter nicht sehr sommerlich, um es milde auszudrücken. P1020915SUPDeswegen habe ich den schönen Hafenkran auch nur zur Hälfte bestiegen, weil die Stufen nass und die Aussicht mäßig war. Ich hoffe da auf einen besseren Tag zwecks Wiederholung .

Schön kuschelig war es dafür in den Museen. Im Kunstpunkt Schleusenhaus hatte ich die Chance live mit dem Künstler der PopART -Ausstellung zu sprechen.Ein paar Meter weiter, im Kunsthaus, ließen Musiker und Schauspieler die Bilder der Ausstellung lebendig werden. Allerdings hat mich die Ausstellung "Poesie des Augenblicks" mit Bildern von Theodore Strawinsky auch ohne Begleitprogramm in seinen Bann gerissen. Fantastische Gemälde!

Sehr begeistert hat mich natürlich auch das SUP-Rennen im Hansehafen. Ein spannendes Rennen bei dem ein wenig Regen nicht störte! SUP heißt übrigens "Stand Up Paddling" und der Sport erinnert mich irgendwie an die "Flöten" mit denen die Bauern im Sietland früher auf dem Wasserwege ihre Milch und andere Bedarfsgüter transportiert haben: Ein Floß-ähnliches Boot, das mit einem Paddel fortbewegt wird.WATT

Am Wochenende habe ich dann den Metronom genutzt, um nach Cuxhaven zu fahren. Dort habe ich einige Läufer angefeuert, die beim "Watt-Moor-Ultra" mitgelaufen sind und habe dabei über die Weite des Watts gestaunt. Das ist schon immer wieder beeindruckend! Die Läufer sind mit dem Wattwagen nach Neuwerk gefahren und von dort aus zu Fuß nach Duhnen gerannt und von dort aus weiter, so dass sie am Schluss 30, 60 oder 100 Kilometer durch das platte Land gerannt sind. Eine ziemliche Herausforderung, die sicher jedem die Landschaft noch einmal besonders nahe gebracht hat!

29. Juni 2016. Stade ist sehr vielfältig. Das Wasser fließt zum Beispiel nicht nur in Flüssen und Bächen sondern auch aus zahlreichen Brunnen innerhalb der Stadt. RathausbrunnenÜberall plätschert es und Kinder haben ihre Wonne am kühlen Nass. Besonders bekannt ist der Märchenbrunnen am Pferdemarkt. Er verweist auf den Fischer, der sich von seiner habgierigen Frau unterdrücken lässt und den Butt, dem er das Leben rettete, um immer neue Gaben bittet. FischerundFrauSo kommt er von der Fischerhütte in ein großes Schloss, aber als seine Frau wünscht Gott zu sein, da ziehen sie wieder in die Fischerhütte ein.

Ein moderner Brunnen steht dagegen vor dem Rathaus. Das alte Rathuas zu besichtigen lohnt sich übrigens. Ich war schwer beeindruckt von dem großartigen Bau mit seinen wunderbaren Türen. Wie sich das wohl anfühlt in so einem Gebäude zu arbeiten? In meinem historischen Pförtnerhaus habe ich durchaus den Eindruck, dass mich die Umgebung in meiner Arbeit auch beeinflusst. Manchmal vergesse ich aber auch alles um mich her und dann ist es wahrscheinlich egal, ob der Computer in diesem oder einem anderen Haus steht.

Besonders aufgefallen ist mir dann im Rathaus noch ein relativ modernes Stück: der Tisch der Integration. Er wurde von einer Künstlerin gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen gestaltet. bunterTischObwohl manche Farbaufträge wohl ungeschickt und von Laien erfolgten, ist insgesamt ein wirklich toller Blickfang entstanden, der nun seinen festen Platz im Rathaus hat. Was für ein wunderbares Beispiel dafür, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Was für eine wunderbare Welt können wir gestalten, wenn jeder einfach seinen charakteristischen Farbton dazu mischt!.

Apropos Vielfalt: Heute hatte ich die Gelegenheit bei der Pressekonferenz für die Lange Nacht in Stade am 8. Juli dabei zu sein. Da wurde mir noch einmal klar wie viel ehrenamtliches Engagement es in der Stadt gibt, Hut ab!

8. Juli 2017 Heute ist es passiert: Ich wurde nach dem Weg gefragt und ich konnte antworten! Wie lange ist es her, dass ich angesprochen wurde, ob man mir helfen könne, weil ich mit fragendem Blick ein Kartenblatt studierte? ??

Dazu muss ich sagen, dass ich Orientierung im Allgemeinen, aber ganz vor allem in Stade, nicht so leicht finde. Natürlich kann ich auch blind einem Navigationsgerät folgen - aber das vermittelt mir noch keine Idee davon, wo ich bin und wo von dort aus die Post ist (danach wurde ich heute gefragt). Der Begriff "Parallelstraße" zum Beispiel, der in vielen größeren Städten ja seine Berechtigung hat, ist in der kleinen Hansestadt völlig fehl am Platz. Hier geht kein einziger Weg parallel zu einem anderen, stattdessen verlaufen sie schräg, kurvig oder schief. schiefeStraßeEs gibt sogar einen als "schiefe Straße" benannten Weg, wobei mir unklar ist, inwieweit dieser sich von den anderen Kopfsteinpflaster-bewehrten Pfaden unterscheidet. Da mir diese Wirrnis nicht gut einleuchtete, entwickelte ich bald eine Methode die Stadt auf ihrem Burgwall zu umrunden und an diversen Stellen abzubiegen und die Lage zu checken. Auf diese Weise fand ich meistens bald das Gesuchte, denn die Stadt ist wirklich nicht groß und im Grunde ist man immerzu nebenan von allem.

Außerhalb der Stadt, auf den Feld- und Moorwegen verhält es sich übrigens nicht anders. Mehrfach ist es mir passiert, dass ich einen Abzweig nahm, der nicht weit von einem anderen lag und also auf einen Parallelweg schließen ließ - im Ergebnis gelangte ich aber jedes Mal in eine ganz andere Richtung. Da bin ich unterdessen vorsichtig geworden, denn ob ich 20 oder 30 Kilometer laufe, macht dann doch einen großen Unterschied, auch wenn ich ganz gut trainiert bin.

In diesem Sinne habe ich es heute als wahres High light erlebt, als mich eine Touristin mit diesem mir so wohl vertrauten Blick ("Hätte ich jetzt nicht eigentlich bei xy herauskommen müssen und welche Straße ist das dnen schon wieder?") ansprach und nach der Post fragte. Ganz ohne nachzudenken, antwortete ich naehzu reflexhaft und anschließend ging ein breites Grinsen über mein Gesicht. VIGLi lebt in Stade, yeah!

27. Juni 2016. Für November bereite ich zur Zeit eine szenische Lesung (in Bochum) mit dem Titel "Bunte Brücken" vor.

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Dafür schwebte mir ein Foto aus dem Umfeld Stades vor. Die zahlreichen kleinen Brücken im Bereich der Schwingewiesen sind dafür ideal. Damit das Licht stimmt und weil die Sonne heute Morgen so wunderbar lachte, bin ich heute schon kurz nach sieben los geradelt und habe ein paar erste Aufnahmen gemacht. morgensinderSchwinge

Leider gab dann gerade der Akku von meiner Kamera den Geist auf, aber ein paar schöne Aufnahmen sind schon entstanden und die Morgenstimmung war genial. Wird wiederholt!

Auf dem Rad war es trotz der Morgensonne noch ganz schön frisch, das hat meinen Kopf gut durchgepustet. P1020619kl2

So konnte ich mich erfrischt an den Schreibtisch setzen und an meinen Texten weiter arbeiten.

6. Juli 2016 Heute Nachmittag hatte ich das Vergnügen, dass mir der Vorstand von der Stiftung für Kultur und Geschichte persönlich auf einer kleinen Radtour die Gegend gezeigt hat. Seine üblichen Radbegleiter hatten alle abgesagt, wegen des Wetters oder warum auch immer. Aber mir war das Wetter nach fünf Stunden Schreibtisch natürlich egal :-) und es war auch wirklich ein Erlebnis!Huenengrab Der Wind blies uns ordentlich entgegen und zauberte immer wieder neue Wolkenbilder an den Himmel, nur die Sonne hat ein bisschen vergessen, dass Juli ist und nicht April.

Wir radelten Richtung Bützfleth, durch weite Moorwiesen und Felder und zum Hammaher See, der nördlich von Hammah in der Stader Geest liegt. Dieses 29 ha große Gwässer verdankt seine Entstehung den Aluminium-Oxidwerken von Stade. Für die Eindeichung einer Rotschlammdeponie wurde Sand benötigt, der in einem aufwändigen Verfahren an dieser Stelle entnommen wurde. Hamma See

Heute lockt der idyllische See Spaziergänger und Angler. Baden ist allerdings verboten, da es ein paar riskante Unterströmungen gibt und schon zwei Menschen in dem See umgekommen sind.

Weiter ging unsere Tour dann zu einer Reihe von Hünengräbern. Es ist schon sehr beeindruckend, welche monumentalen Steingräber Menschen vor 4000 Jahren errichtet haben! Mit Muskelkraft, schiefen Ebenen und Hebeln - aber ganz ohne Baukräne und ähnliches müssen die Menschen zur Jungsteinzeit diese Meisterleistung vollbracht haben. Ich finde diese Gräber sehr faszinierend und die lauschigen Waldpfade ringsumher tragen zu einer besonderen Atmosphäre bei.

Unterwegs haben wir außerdem einen Storch gesehen, der uns fast vor das Fahrrad geflogen ist, eine Weihe (Greifvogel) und ein ziemlich zahmes, weißes Kaninchen, das sich gerade durch sein persönliches Schlaraffenland fraß, aber wahrscheinlich irgendwo ausgebüxt war.

 

22. Juni 2016. In Stade ist überall Wasser.

Auf meinen ersten Erkundungstouren, habe ich den Eindruck gewonnen, immerzu auf einer Insel zu sein. Ob Burggraben, Horstsee oder Schwinge, überall plätschert es, sind Brücken. P1020305ueberallWasser

Die Stader Schwingewiesen liegen direkt hinter dem Pförtnerhaus. Diese Flussaue steht unter Landschaftsschutz und ich bin gespannt, was ich auf meinen Wegen durch diese Wiesen alles beobachten werde. 

Obwohl ein Fitnesspfad dort entlang führt und der Weg durch die Wiesen wohl für etliche Stader täglicher Arbeitsweg ist, hat man dort sofort das Gefühl mitten in der Natur gelandet zu sein, von der Bremervörder Straße ist nichts mehr zu hören, nur noch das Quaken der Frösche und Piepen der Vögel. Die Schwinge ist insgesamt nur 28,7 Kilometer lang – also ein Achtel der Ruhr.:-) In den Beschreibungen liest man nur von einem Ober- und Unterlauf, es ist eben fast alles dieses kleinen Elbnebenflusses in der Nähe der Quelle (Mulsum) oder der Mündung (Stadersand), einen Mittellauf gibt es nicht..

In Stade liegt der ca. 1000 Jahre alte Hansehafen der Schwinge und durch eine Art selbstschließendes Ventil, das Siel, ist der Oberlauf von den Veränderungen durch Ebbe und Flut abgekoppelt. Von dieser Schleuse (Salztorschleuse) bis zur Elbe ist die Schwinge sogar eine Bundeswasserstraße. Auf seiner kurzen Länge verändert der Fluss also seinen Charakter ganz enorm.

03. Juli 2016. In der schönen Landschaft in und um Stade bin ich möglichst viel zu Fuß und mit dem Rad unterwegs. Ich möchte so viele Eindrücke wie möglich mitnehmen und für meine Texte verwenden. Aber ich bin auch einfach ein Bewegungstyp und kann sinnvolle Schreibarbeit nur leisten, wenn ich genug "Auslauf" habe. Natürlich ist das nicht alles, was ich während der Stipendiatszeit mache.Pfoertnerhaus Regenbogen Von Bochum habe ich mir zum Beispiel 25 fast fertige Kapitel meines nächsten Buchs mitgenommen, die alle zu überarbeiten sind, sowie 30 weitere, die noch gesichtet, verworfen oder weiter entwickelt werden müssen. Jedes Kapitel ist fünf bis zehn Seiten lang - da kann sich jeder ausrechnen, wie lange es dauert, diese zu lesen und zu korrigieren. Bis ein fertiges Buch entsteht, dauert es schon eine Weile!

Es gibt dieses Sprichwort, das wohl auf einer irischen Legende beruht: "Am Ende des Regenbogens steht ein Schüsselchen voll Gold." Da der Regenbogen nicht wirklich endet, ist damit wohl etwas Unerreichbares gemeint. Aber als ich heute meine kleine Villa so unter dem Regenbogen leuchten sah, dachte ich mir, dass es doch Gold wert ist, so eine Zeit mit und für die Kunst verbringen zu dürfen. Manchmal findet sich das Schüsselchen voll Gold also doch...

19. Juni 2016. Nun bin ich also in Stade angekommen. Der Zug war ganz pünktlich.

Mit drei Rucksäcken war es nicht ganz trivial vom Bahnhof zu meiner neuen Unterkunft zu radeln, aber zum Glück gibt es einen hübschen Radweg und alles ist ganz flach. Ziemlich kühl schien es mir im Vergleich zu Bochum. Mein Freund hatte dazu bereits angemerkt, dass ich doch jetzt so eine Art Teilzeit-Ostfriese wäre und als solcher müsste ich immer eine Wollunterhose im Gepäck haben ;-)

Zum Glück kam dann aber doch noch die Sonne heraus und ich konnte einen Rundgang durch die Stadt machen und die letzten Stunden des Altstadtfests mitmachen. Es gab verschiedene Bühnen mit Tanz und Musik und auch einen Kunsthandwerkermarkt. Dort habe ich gleich eine angemessene Teetasse erstanden: Mit einer Eule! Muelltueten

In der Bremervörder Straße sind mir die gelben Säcke aufgefallen, die gibt es natürlich in Bochum auch, aber was ist der Unterschied? Hier haben die Leute die Müllsäcke alle am Gartenzaun festgebunden! So erkenne ich unmissverständlich: Ich bin im windigen Norden gelandet! Heute war es allerdings ziemlich windstll und abends schien die Sonne in meinen Vorgarten. Ein guter Anfang.

1. Juli 2016. Was haben Düdenbüttel und Peru gemeinsam? Die Alpakas!

Seit 2008 hat Familie Schlegel auf ihrem Hof in Düdenbüttel, wenige Kilometer von Stade entfernt, eine Alpaka-Zucht und bietet unter anderem Spaziergänge mit diesen Kamelen an. Heute hatte ich das Vergnügen gemeinsam mit den Züchtern und drei Hengsten eine Stunde um den Hof zu wandern. P1020730kl

Mit mir ging Michi, der Kleinste in der Runde, der sich auch Mal streicheln ließ, was die Alpakas ansonsten nicht so gerne haben.

Während des Spaziergangs ließen sich die wolligen Tiere gut studieren. Sie sind Fluchttiere und reagierten auf Autos oder Pferde etwas erschreckt, ließen sich aber auch schnell wieder beruhigen. P1020732klMichi hatte zudem stets das Anliegen, sich möglichst nahe an seine Kollegen zu drängen, was denen nicht immer passte. Da wurde auch Mal gespuckt. Davon habe ich aber nichts abbekommen.

Carina und Lars Schlegel sind fasziniert von den Alpakas und wissen eine Menge über sie zu erzählen. Ihre anfangs kleine Herde ist mittlerweile auf 24 Tiere angewachsen. Platz ist auf dem Drei-Generationen-Hof genug. Die Tiere haben zudem immer die Auswahl zwischen Freilauf und einem Unterstand. Der leichte Nieselregen, der heute fiel, ist wahrscheinlich durch ihre Wolle gar nicht bis zu ihrer Haut durchgedrungen.

Vor allem wegen der seidenweichen Wolle werden die Alpakas gezüchtet. Im Gegensatz zu Schafwolle, ist da nichts kratzig und jeder, der dieses seidenweiche Fell das erste Mal berührt, ist erstaunt über dieses seidensamtige Gefühl. In ihrem kleinen Hofladen bieten Lars und Carina Schlegel diverse Produkte aus Alpaka-Wolle an. Ansonsten kann man auf ihrem Hof in entsprechenden Seminaren viel über die Tiere lernen und sich in die Zucht oder Schur einweisen lassen. Auch wenn die Tiere relativ anspruchslos sind und wenig mehr als Gras als Futter brauchen, gibt es doch einiges zu bedenken. Immerhin liegt die Tragzeit der Tiere bei elf Monaten - eine lange Zeit, in der auch einmal etwas schief gehen kann.P1020735kl

Herr und Frau Schlegel geben aber nicht nur ihre Begeisterung über die Tiere, sondern auch über die umliegende Landschaft und den Alltag auf dem Hof weiter. Während wir durch die weiten Moorwiesen streiften und statt Menschen nur Kaninchen, Pferde, Kühe und Greifvögel trafen, erzählten sie von ihrem Leben und offenbarten dabei ihre tiefe Verbindung zu der weiten Landschaft, die mich an Gemälde von van Gogh erinnert.

Trotz des Nieselregens war es ein sehr schönes Erlebnis und die leise fiependen Laute der Alpaka-Sprache klingen noch lange in mir nach.

Wer auch einmal ein Alpaka-Trekking oder eine Hofführung mitmachen will, findet die Termine auf der Website von Schlegels: http://www.waytalla-alpakas.de

Auch auf diversen Märkten sind sie mit ihren Produkten und manchmal auch den Tieren anzutreffen. Eine Begegnung, die sich in jedem Fall lohnt!

11. Juni 2016. Es ist soweit: Heute habe ich den Schlüssel für das historische Pförtnerhaus vom Stiftungsvorstand der Stader Stiftung für Kultur und Geschichte erhalten! Nun bin ich offiziell "Stader Uul", residiere also an der Bremervörderstraße 77 in Stade, um an meinem nächsten Buch zu schreiben und die Stadt mit einigen Lesungen zu erfreuen. Heute habe ich die ersten Einkäufe getätigt, den Kühlschrank in Betrieb genommen und die Umgebung ein bisschen ergründet. Schluesseluebergabe Stader Uulkl

Die Eule als Namensgeber für den Künstler im Pförtnerhaus ist mir gleich wenige Meter weiter wieder begegnet: Auf dem Schild zum Naturschutzgebiet, das dort beginnt. Entlang der mit Teichrosen übersäten Schwinge erstreckt sich ein romantischer Fußweg durch Wiesen zum Zentrum hin.

Die schmucke Altstadt hat auf den ersten Blick außer den hübschen Häusern auch jede Menge Restaurants und Cafes zu bieten  - kein Wunder, denn es gibt viele idyllische Plätze, um zu verweilen.

Auf dem Samstagsmarkt werde ich künftig Gelegenheit haben, mir frisches Gemüse zu holen. Auch den kleinen Industriehafen Stader Sand habe ich schon besucht und die weite Elbe mit ihren vielen Segelschiffen bestaunt.

Ich werde hier im Norden sicher eine schöne Zeit haben, der Einstand hat mich schon mit Sonne und vielen positiven Eindrücken verwöhnt! Gestern rief bereits ein Redaktuer vom Stader Wochenblatt an, um über mich zu berichten. Es scheint, dass sich die Stader genauso auf mich freuen, wie ich auf sie!